Da wir diesen Sommer ja nicht verreisen (siehe letzter post), darf jedes unserer Kinder eine Woche Day-Camp machen. Day-Camps sind ein bisschen wie die Kinderfreizeiten, mit denen wir aufwuchsen - nur das Abholen funktioniert etwas anders....Das hat mich gestern so belustigt, dass es mir einen eigenen post wert ist. Bei Mia's Camp wurden wir einige Tage vorher informiert, man könne entweder am Parkplatz parken, ins Naturkundemuseum kommen, aber bitte zum Seiteneingang 10m weiter links, und die kids drinnen abholen. Oder aber sich in die "drop off/pick up" Spur einreihen, eine Art halber Kreisverkehr, wie er sich vor Schulen, öffentlichen Gebäuden usw findet, und etwas Geduld mitbringen. Am ersten Camptag dachte ich mir dann als praktisch veranlagte Deutsche: "Warum im Auto warten, wenn man ein paar Meter weiter parken und flugs die Zweitgeborene direkt vor Ort abholen kann? Ist ja auch irgendwie persönlicher!". Gestern wollte Mia aber unbedingt genauso wie ca 90% der anderen Kinder direkt zum Auto kommen. Und das geht so: gedulig in der Schlange warten, bis man in die pick up Spur einfahren kann (ging erstaunlich schnell), Scheibe runter lassen um Camp-Betreuerin A zu sagen, welches Kind man abholen möchte und zum Beweis (sonst könnte ja jeder kommen) den Abholzettel vorzeigen. Camp-Betreuerin A gibt per Walki-Talki durch, welche kids raus kommen sollen, nachdem sie einige Autos abgeklappert hat. Camp-Betreuerin B steht oben an der Türe (in Sichtweite, aber mindestens 20m Fußweg!!) und schickt die entsprechenden Kinder nach unten, von wo aus Mia dann von Camp-Betreuerin C bis zum Auto eskortiert wurde. Großartig! Und genau das muss man den Amis lassen - service-orientiert bis hin zur Kinderbetreuung und bei Sommerhitze klug genug, um im klimatisierten Auto zu warten (die Aktion hat wirklich maximal 3 Minuten gedauert, zum Motor ausmachen war gar keine Zeit).
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